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Besuch des VTG Sachsen-Anhalt

Die Fachexkursion anlässlich des 10-jährigen Bestehens des VTG Sachsen-Anhalt führte die Mitarbeiter des Verbandes vom 12.-14. Mai 2009 nach Baden-Württemberg. Mit Unterstützung des VTG Baden-Württemberg und des Flurneuordnungsamtes Offenburg konnte ein umfangreiches Exkursionsprogramm zusammengestellt werden. Nach einer langen Anreise mit Zwischenstopp in Heidelberg

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begrüßte uns am Abend des 12. Mai Herr Bürgermeister Jürgen Nowak in Oberwolfach im Herzen des Schwarzwaldes. Herr Nowak, der gleichzeitig stellv. Verbandsvorsitzender des VTG Baden-Württembergs ist, stellte in seiner Begrüßungsrede die Gemeinde Oberwolfach vor und stimmte die Exkursionsteilnehmer auf die bevorstehende Exkursion ein.

Bei der Exkursion am 13. Mai standen die Themenschwerpunkte „Cluster Wald und Holz“, „Multifunktionale Landwirtschaft“ sowie „Rebflurbereinigung“ im Mittelpunkt. Unter der Exkursionsleitung von Herrn Geschäftsführer Lothar Schlesinger (VTG Baden-Württemberg) und Herrn Hitz (stellv. Leiter des Flurneuordnungsamtes Offenburg) wurde zunächst ein allgemeiner Überblick über die Flurneuordnung im Schwarzwald gegeben. Zu diesem Zweck erfolgte die Auffahrt zum „Brandenkopf“, von dem sich ein imposanter Ausblick über den Schwarzwald bot.

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Herr Bürgermeister a.D. Manfred Kienzle aus Hausach erläuterte den Teilnehmern bereits während der Auffahrt die besonderen Bedingungen und Schwierigkeiten, mit denen die Landwirte im Schwarzwald konfrontiert werden. Bereits in seinen Ausführungen wurde deutlich, welch enormen Stellenwert die Flurneuordnung bei der Lösung der vorhandenen Konflikte leistet. Herr Geschäftsführer Schlesinger und zwei Bausachbearbeiter des VTG Baden-Württemberg gaben einen beeindruckenden Einblick in die Arbeit des Verbandes und seine Schnittstellen zu den Teilnehmergemeinschaften und den Verwaltungen vor Ort.

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Im Sägewerk Streit in Hausach konnten sich die Exkursionsteilnehmer einen Überblick über die Holzverarbeitung im Schwarzwald verschaffen.

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Dabei wurde u.a. deutlich, wie wichtig der Waldwegebau im Rahmen der Flurneuordnung ist, um die Waldbewirtschaftung und den Holztransport überhaupt gewährleisten zu können. Anschließend wurden die Teilnehmer auf dem Hof der Familie Ramsteiner durch Herrn Bürgermeister Manfred Wöhrle aus Hausach begrüßt, der Hausach und seine Umgebung vorstellte.

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Auf dem Ramsteinerhof erläuterten Herr und Frau Ramsteiner auf eindrucksvolle Weise, mit welchen Problemen die Landwirte derzeit zu kämpfen haben und welch enormer Aufwand erforderlich ist, um die Landschaft des Schwarzwaldes in seiner unverwechselbaren Form erhalten zu können. Insbesondere machte Familie Ramsteiner auf die derzeitige dramatische Situation auf dem Milchmarkt aufmerksam, die ein kostendeckendes produzieren zurzeit nicht mehr möglich macht. Bei einer zünftigen Mostvesper konnten sich die Teilnehmer zudem von dem selbst produzierten und vermarkteten Angebot an Käse, Schinken und Wurst der Fam. Ramsteiner überzeugen. Eine moderne Hackschnitzelanlage im Keller und eine Photovoltaik- Anlage auf den Stalldächern sowie die hofeigenen Ferienwohnungen rundeten das Gesamtbild eines multifunktional ausgerichteten Schwarzwaldhofes ab. Als letzten Themenschwerpunkt widmeten sich die Exkursionsteilnehmer dann der Rebflurbereinigung. Auf der Terrasse des Schloss Staufenberg gab Herr Hitz vom Flurneuordnungsamt Offenburg einen Überblick über die Probleme der Winzer in der Region und über die laufenden Maßnahmen der Flurneuordnung.

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Im anschließenden Fußmarsch durch das Rebgebiet erläuterte Herr Georg Gmeiner (TG-Vorsitzender und Ehrenvorstand der Durbacher Winzergenossenschaft) sehr eindrucksvoll, welche Anstrengungen erforderlich sind, um die hohe Qualität des Weines der Region ständig sicherstellen zu können. Nicht zuletzt stellte er die Maßnahmen der Flurneuordnung heraus, mit deren Hilfe die Bewirtschaftung der Weinberge auch für die nachfolgenden Generationen gesichert werden kann. In der abschließenden Weinprobe im neu erbauten „Steinbeg-Häusle“ der Winzergenossenschaft Durbach konnten sich die Exkursionsteilnehmer von der hohen Qualität des Weines überzeugen.

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Der Abschlusstag der Exkursion wurde schließlich noch zu einem Abstecher nach Straßburg genutzt, wo sich die Teilnehmer im Rahmen einer Stadtführung über die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte Straßburgs informieren konnten.

Alles in allem war die Fachexkursion eine rundum gelungene Veranstaltung, die bei den Teilnehmern viele Impulse und Anregungen für die tägliche Arbeit des VTG Sachsen-Anhalt hinterlassen haben. Ein herzliches Dankeschön allen Mitwirkenden aus Baden-Württemberg, ohne deren Einsatz die Exkursion in dieser beeindruckenden Form nicht möglich gewesen wäre.

Joachim Hartmann, Geschäftsführer
VTG Sachsen-Anhalt

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